Der Narrenspiegel des NKB wird verliehen an Manfred Schneider!
Sein scharfer Verstand und sein
unbestechliches Urteilsvermögen, gepaart mit Gemeinsinn und sozialem
Engagement sind die charakterlichen Gütezeichen von Manfred Schneider. Mit
der Verleihung des Büblingshäuser Narrenspiegels ehrt das NKB nicht nur eine
Säule aus den eigenen Reihen, sondern auch einen herausragenden
Repräsentanten des regionalen und überregionalen Ehrenamtes. Dass hierbei
das besondere Schwergewicht seines Wirkens im Wesen der Rechtsprechung
verankert ist, spricht für seinen ausgeprägten Respekt vor dem Erhalt
gesellschaftlicher Werte sowie der Beachtung ihrer Regeln. Sichtbare Zeichen
waren seine Zugehörigkeit als Beisitzer beim Frankfurter Verwaltungsgericht,
das Amt eines Schöffen beim Landgericht Limburg und jenes als Beisitzer an
der Bundesdisziplinarkammer in Berlin.
Noch immer ist er in unserem Stadtteil als Schiedsmann tätig. Ein Amt, das
er mit soviel Herz und Sorgfalt ausfüllt, dass es ihn schon seit mehr als 20
Jahren an die Spitze der Landesvereinigung hessischer Schiedsleute führte,
deren Vorsitzender er ist. Erfahrungen dafür konnte er reichlich an seiner
Arbeitsstelle bei der Bundesanstalt für Arbeit sammeln.
Durch die Bundeswehr gelangte der gebürtige Wiesbadener 1957 nach Wetzlar,
heiratete hier und wurde zum wertvollen Mitglied der Gemeinschaft. Heimische
Fußballfreunde kennen ihn seit Jahrzehnten als scharfzüngigen Sportrichter,
dem alle Nicklichkeiten in und um das Spiel bekannt sind.
Freilich hat auch schon mancher Rotsünder die menschliche Seite von Justitia
in Person von Manfred Schneider kennen lernen dürfen. Hart, aber fair, ließe
sich seine Devise am besten umschreiben.
Auch auf der heimischen Vereinsbühne ist er eine feste Größe, wirkte auf
verschiedenen Vorstandsposten im RSV Büblingshausen und bei der "Harmonie".
Gemeinsam mit dem unvergessenen Alfred Krentel belebte und leitete er die
ersten Sitzungen des NKB und schuf sich, mit dem von ihm getexteten
Büblingshäuser Lied, ein bleibendes Denkmal in seiner Heimat, die ihm so
vieles gibt und der er noch mehr zurück gegeben hat.
Gerhard Gerbig